Alltag · Arbeitswelt · Familie

Spätschicht-Wochenende

Wochenenden mit Spätschicht werden eigentlich von keinem geliebt. Weder von meinen Kollegen, noch von meinem Mann, ebenso nicht von mir selbst und das obwohl es mit die ruhigsten Schichten sind, wenn man Glück hat.
Besonders im Sommer sind das dann aber die härtesten Wochenenden. Dann beneide ich ja immer alle, die was unternehmen oder daheim die freie Zeit genießen können, zum Beispiel im Garten. Meine Arbeitsstelle liegt ja direkt am Elberadweg und ich habe teilweise viel an der frischen Luft zu tun, ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie die Arbeitslaune steigt sinkt, wenn man die ganzen Spaziergänger und Radfahrer sieht.

Zuhause wird an den Spätschicht-Wochenenden vormittags leider auch nicht viel bzw die Vormittage sind voll von früh bis Mittag. Normalerweise hat der Mann an den Tagen, wo ich Spätschicht habe, Frühschicht und da bin ich dann voll mit Kinderbetreuung beschäftigt. Vielleicht schaffe ich eine Waschmaschine und nebenbei ein klein wenig aufräumen, im Normalfall aber kaum was. Einkaufen gehe ich da eigentlich auch nicht, das artet nur in Stress aus mit den Kindern. Selbst beim Mittagessen kochen, hängen mir die Kinder die meiste Zeit an den Beinen oder wollen mitmachen. Ich hoffe, dass sich das etwas gibt wenn sie größer sind. Momentan kann ich da nicht viel erwarten, außer mich anzupassen. Da ist es umso angenehmer, wenn der Mann daheim ist, wie momentan, wo er postoperativ noch krank geschrieben ist. Dann komme ich auch zu ein bissl mehr Haushalt bzw wir teilen uns rein.

Ich genieße zudem immer die ruhige Stunde bevor ich zur Arbeit muss, wenn die Kinder schon zum Mittagsschlaf in ihren Betten liegen. Das ist immer sehr angenehm, vor allem an den Tagen wo schon ab 6 Uhr früh eines der Kinder (meist der Große) einen vollquatscht, wie auch an diesem Wochenende.

Samstag

Der Samstag startete wieder sehr früh um kurz nach 6, der Große war munter, also bin ich mit ihm aufgestanden, zusammen haben wir uns angezogen und ein Mutter-Sohn-Frühstück gemacht. Später, als auch der Rest munter war, habe ich es mal wieder probiert und das mit dem Einkaufen zusammen mit den Kindern versucht, damit der Mann etwas Ruhe hat. Ich sags euch, meine Laune war danach im Keller und die Kindern haben geheult, weil es nicht nach ihrem Kopf ging und ich mich durchgesetzt habe.

Der Wochenmarkt ging ja noch, kurz im Einkaufsmarkt was besorgen auch nur, weil ich an der Fleischtheke für beide ein Wiener Würstchen gekauft hatte. Im Schuhladen (die Kleine brauchte endlich mal paar Hausschuhe für die Krippe) war schon nicht mehr so ohne. Aber die Idee von mir anschließend noch in den Spielzeugladen zu gehen, um das Ostergeld der Uroma umzulegen, war der größte Fehler an dem Tag. Wie so ein Anfänger. Der Große fand alles ganz toll, musste hier und da gucken und wollte nicht mehr raus. Die Kleine hatte ich die ganze Zeit auf dem Arm inklusive des ausgesuchten Spielzeugs. Zja, hätte ich nur den Kinderwagen aus dem Auto mitgenommen, wie zuvor beim Markt. Aber nein, ich wollte ja eigentlich schnell sein. Fehler, großer Fehler.

Daheim war dann zum Glück die Waschmaschine schon fertig und ich konnte, während die Kinder ihr neues Spielzeug ausprobierten in Ruhe die Wäsche aufhängen während der Mann Mittag kochte. Es gab Nudelauflauf. Alle glücklich. Als die Kinder schliefen, bin ich auf Arbeit und der Mann legte sich auch zu einem Mittagsschläfchen lang. Am Nachmittag waren die Drei dann unterwegs beim Kumpel des Mannes.

Sonntag

Den heutigen Sonntagvormittag starteten wir zum Glück später als am Samstag. Der Mann hatte die Kinder am Abend zuvor etwas später als üblich ins Bett gesteckt, in der Hoffnung sie schlafen länger. Na ja, hat nur so semioptimal funktioniert. Aber immerhin wurde ich erst gegen halb acht ganz sanft vom Großen geweckt und habe nun dafür zwei Kratzer auf der Nase.

Nach Frühstück, einer Spielrunde und dem Starten einer Waschmaschine, haben wir den Vormittag im Garten verbracht. Heute war ja schönster Sonnenschein. Es wurde von mir etwas Unkraut gejätet, natürlich wollten die Kinder da unbedingt mitmachen und klauten mir ständig mein Werkzeug. Dann habe ich mit dem Großen Regenwürmer beobachtet, die sich unter Steinen die wir beiseite geräumt hatten, angesammelten. Zwischendurch wurde gerutscht, im Sandkasten gespielt und mit Bobby Car und Co rum gefahren. Der Mann reparierte ein Verlängerungskabel und versuchte nebenbei die quengelige Kleine zu beruhigen. Sie zahnt gerade mal wieder und war dadurch heute echt unleidlich. Leider ist sie, im Gegensatz zu ihrem Bruder, der Typ, der gleich mehrere Zähne auf einmal schiebt und dann mal so paar Monate Pause bei der Zahnung einlegt. Ach ja.

Nach dem Mittagessen, Fischstäbchen und Kartoffelbrei – geht immer, habe ich dann schnell die Wäsche vom Vortag abgenommen und die Neue aufgehängt, während der Mann beide Kinder für den Mittagsschlaf zurecht gemacht hat und schlafen legte. Dann wieder eine ruhige Runde auf der Couch bevor es auf Arbeit ging.

Was dann nachmittags zuhause passierte, weiß ich noch gar nicht, denn wenn ich von der Spätschicht komme, schlafen alle schon. Da frage ich dann morgen früh nach. Aber ich vermute mal, dass sie wieder beim Kumpel des Mannes im Garten waren. Normalerweise telefonieren wir immer, wenn die Kinder Abendbrot essen. Da hören sie mich noch einmal und freuen sich immer sehr darüber. Der Große erzählt, was er gerade macht bzw isst. Da geht es dann immer: Mama, Mama, Mama. Zudem kann ich beiden auch noch eine gute Nacht wünschen.

Morgen zum Feiertag muss ich zum Glück erst zur Nachtschicht auf Arbeit sein. So haben wir alle den Tag zusammen. Mal schauen was wir machen werden.

Bis bald

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