Alltag · Familie

Familienleben im Schichtbetrieb

Ich habe letzte Woche nach einem passenden Untertitel für den Blog gesucht. Er sollte passend zu unserem jetzigen Leben passen und doch vielschichtig sein. Das ist gar nicht so einfach wie man denkt, ich fand die Entscheidung sehr schwer und deshalb hatte ich bei Twitter und auf Facebook um Entscheidungshilfe gebeten und zum Glück waren die Meinungen auf beiden Portalen gleich. Der Blog-Untertitel heißt …

Familienleben im Schichtbetrieb

Sehr passend, sogar der Mann fand diesen Titel am besten.

Was sagt der neue Untertitel nun über uns aus? Viel sogar. Nämlich unter anderem, wie wir arbeiten – in Schichten. Der Mann erst seit dem Ende der Elternzeit vor wenigen Wochen und ich schon seit Jahren. Er geht aus gesundheitlichen Gründen 80% und auch erstmal nur für ein halbes Jahr, um zu sehen wie das so geht mit der Gesundheit. Ich schon seit Jahren in Vollzeit. Unsere ganzen Planungen, also auch unser Familienleben, sind voll darauf abgestimmt.

Es gibt dadurch aber nun auch Tage,wo der Mann und ich uns nicht sehen. Das ist immer dann, wenn er Frühschicht und ich Spätschicht habe. Da telefonieren wir aber immer spätestens dann zusammen, wenn die Kinder im Bett sind.

Wir arbeiten in aufeinanderfolgenden Schichten. Da haben wir lange darüber nachgedacht und auch viel nachgerechnet, welche Schicht-Kombination für uns die Beste ist und welche nicht. Am Ende habe wir uns dafür entschieden, dass ich immer nach dem Mann auf Schicht gehe. Das bedeutet aber auch, dass einer von uns an den Tagen, wo die Kids nicht in der Kinderkrippe sind, entweder eher aufhören muss (der Mann) oder später anfängt zu arbeiten (ich). Aber das geht bei uns zum Glück ganz gut zu arrangieren. Den Großteil davon übernehme ich und wenn ich aufgrund der Arbeit nicht später anfangen kann, dann muss der Mann halt eher aufhören, damit wir eine ordentliche Kinderübergabe, oder passend zur Arbeit, eine Schichtübergabe machen können.

Wir haben da natürlich auch den Vorteil, dass wir den gleichen Arbeitgeber haben, nuur in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Er an dem einen Ende vom Chemiewerk, ich am anderen. Und natürlich verschiedene Schichten.

Und wie verkraften das die Kinder?

Ganz gut. Sie kennen es ja nicht anders. Bisher war zwar immer nur Mama auf Arbeit und der Papa daheim, doch jetzt ist auch mal der Papa auf Arbeit. Aber ansonsten hat sich für sie nichts verändert. Der Tagesablauf ist immer der Gleiche, nur manchmal halt nur mit Mama, nur mit Papa oder Mama und Papa zusammen. Bei dem einen klappt es besser und beim anderen weniger. Bei Mama leider das weniger, aber dass liegt leider eher daran, dass hier zwei totale Papakinder wohnen. Na ja kein Wunder wenn der Papa die meiste Elternzeit genommen hat.

Wenn der Große nachfragt, dann sagen wir immer z.B.: Der Papa ist auf Arbeit. Als Antwort kommt dann: Papa arbeit und er zeigt in Richtung Chemiewerk, welches am Horizont zu sehen ist. Andersrum genauso. Die Kleine versteht es mit ihren 15 Monaten vermutlich eh noch nicht so ganz und von daher ist es für sie ebenfalls normal. Sie werden halt damit groß, dass es Zeiten gibt, wo Mama oder Papa auf Arbeit sind.

Und bei den Tagen, wo wir es nicht so ganz hinbekommen mit der Organisation, weil zum Beispiel die Kita zu hat oder wir an einem Feiertag arbeiten müssen, dann können wir zum Glück auf meine Eltern und meine Schwester zurückgreifen. Die Kinder haben dann mal Oma/Opa/Tante-Tag und übernachten auswärts. Klappt zum Glück auch ohne Probleme.

Diese Woche habe ich nun eine volle Schichtwoche, also von Montag bis Sonntag, dafür hat der Mann diese Woche ein paar Tage zusätzlich frei. Seine 80% werden nämlich über das Überstundenkonto abgerechnet, da man bei einem 24/7-Betrieb mit 8h-Schichten mal nicht so einfach jeden Tag 6,5h gehen kann. Also hat er jeden Monat ein paar Tage extra, die er freinehmen muss. Auch schön.

Mal schauen wie es dann wird, wenn mal ein Kind oder beide zusammen krank werden. Hatten wir ja bisher noch nicht, aber ich denke mal, durch die Schichtarbeit können wir auch das gut händeln, da ja eigentlich immer jemand daheim ist, außer einer kommt von Nachtschicht und der andere muss zur Frühschicht, dann müssen wohl auch wir mal Kindkrank machen.

Aber alles nur eine Frage der Organisation sage ich da immer.

Bis bald.

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