Familie · Landleben · Weihnachten

Dorfweihnachtsmarkt mit Weihnachtsmannbesuch – Eine Kritik

Gestern war bei uns im Dorf der jährliche Weihnachtsmarkt. Dieser fand neben dem Seniorenheim statt, welches direkt am örtlichen Schloss liegt. Da ist ein schöner Platz davor . Und weil wir noch nicht lange hier wohnen (1 Jahr), fand ich es durch aus angebracht einmal dort hinzugehen und sich das alles anzuschauen. Zumal im Gemeindeblatt auch der Weihnachtsmann angekündigt wurde und der für den Herbstzwerg bestimmt interessant sein könnte. Meine Erwartungen waren trotzdem nicht allzu hoch angesetzt, aber was uns dann geboten wurde, war für mich persönlich doch sehr enttäuschend.

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Um den großen festlich geschmückten Weihnachtsbaum standen 5 Buden, im Schlosscafé gab es Kaffee und Kuchen, sowie Basteln für die Kinder und Klöppeln. Draußen machte die örtliche Feuerwehr Rundfahrten durchs Dorf und es gab Ponyreiten. Für letzteres ist der Herbstzwerg noch zu klein und trotz seiner großen Begeisterung für die Feuerwehr (Tatü) warten wir lieber noch paar 2-3 Jährchen ehe er solche Rundfahrten mitmachen darf.

Kaffee und Kuchen wurden wie immer vom Kindergarten angeboten, das kennen wir schon von anderen Veranstaltungen, und da haben wir uns auch ein Stück gekauft, aber der Herbstzwerg wollte dann doch nicht so richtig, also gab es umso mehr für mich. Ich war ja eigentlich richtig gespannt auf das Basteln, aber irgendwie habe ich das in dem Saal aufgrund der vielen Kaffee trinkenden Leute übersehen. Die klöppelnden Frauen habe ich gesehen, aber das Basteln? Mmh naja. Zudem war es dort sehr warm drin und da bin ich, obwohl schnell frierend, mittlerweile sehr empfindlich drin.

Die Buden draußen auf dem Platz wurden von den einzelnen örtlichen Vereinen betrieben und boten ein vielfältiges Angebot an Speis und Trank an. Ja richtig – Speis und Trank – Saufen und Fressen. An jeder Bude gab es Glühwein und Co. sowie irgend etwas Warmes oder Kaltes zu essen an. Hallo? Wo war der Rest der einen Weihnachtsmarkt ausmacht? Was denkt man sich dabei. Ich gehe doch nicht nur zum essen und trinken auf den Weihnachtsmarkt. Das allein macht keine Atmosphäre aus, das kann ich auch daheim. Es gab nicht einen Stand mit Süßwaren wie kandierten Äpfeln, gebrannten Mandeln und so. Oder haben wir die übersehen? Von einem Stand, der weihnachtlichen Schnickschnack verkauft, wollen wir mal gar nicht reden, den gab es nämlich leider auch nicht. Was waren wir enttäuscht.

So gingen wir unsere Runde über den Markt, schauten uns alles an, sagten zu Vielen „Hallo“ und waren wirklich nach ner knappen halben Stunde schon wieder auf dem Heimweg. Gefühlt haben wir auch fast das ganze Dorf dort angetroffen, inklusive vieler Kinder. Man kennt sich ja vor allem aus dem Kindergarten, aber auch viele von Arbeit. Grüße hier, Grüße da, kurz geplauscht. Auf das anschließende Weihnachtsliedersingen in der Kirche haben wir verzichtet, wir haben es leider nicht so damit. Das machen wir daheim. Zudem sang der Herbstzwerg die ganze Zeit „Liebe Sonne“.

Unser einziges richtiges Highlight auf dem ganzen Markt war eigentlich der Weihnachtsmann, der durch die Menge lief und den Kinderlein etwas Süßes und kleines zum Spielen gab. Er hatte neben einem großen gefüllten Sack, auch eine Rute dabei. Diese musste er aber, so wie ich es mitbekommen habe, bei keinem Kind einsetzten. Erstaunlicher Weise hatte der Herbstzwerg auch gar keine Angst vor dem Weißbärtigen, sondern schaute ihn ganz gespannt an. Er war zwar sprachlos, aber ganz fasziniert. Er kennt ihn ja nur von Bildern und als Puppen. Für einen weihnachtlichen Spruch ist er noch zu klein, da hatte der Weihnachtsmann Verständnis für und gab trotzdem etwas Süßes. Der Schokololli wurde natürlich gleich vernascht. Die Herbstmaus beobachtete alles ausdruckslos. Sie ist halt noch zu klein dafür und hatte zudem etwas erhöhte Temperatur, aber die frische Luft tat ihr gut.

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Zum Glück waren wir nicht schon in der Vorwoche auf dem Weihnachtsmarkt im Nachbardorf, denn dann wären wir womöglich noch mehr enttäuscht gewesen. Dieser ging nämlich 2,5 Tage, statt wie bei uns nur paar Stunden, und hatte vieles mehr zu bieten. Aber jeder so wie er kann und möchte. Doch ich finde bei uns gibt es eindeutig noch Verbesserungspotential.

Bis bald.

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